Naturheilpraxis Jutta Nagel

Naturheilpraxis

Jutta Nagel

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33611 Bielefeld

 

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Naturheilpraxis Jutta Nagel

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische / somatoforme Erkrankungen 

Psychosomatik setzt sich aus den beiden Wörtern Psyche und Soma (Körper) zusammen und beschreibt die Wechselwirkung zwischen seelischen Prozessen und körperlichen Vorgängen. Oft handelt es sich dabei um unbewusste und ungelöste seelische Konflikte, die sich durch körperliche Beschwerden äußern.
 
„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare bzw. Spürbare.“
„Wenn die Seele weint und der Mund schweigt, dann „spricht“ der Körper“
 
Alle unsere Gedanken und Gefühle werden von körperlichen Reaktionen begleitet. So kommt es z.B. bei Angst zu Herzrasen oder Schweißausbrüchen, Zittern. Panikattacken zeigen sich in körperlichen Symptomen wie Schwindel, Zittern, Kloß im Hals etc. Chronische Angstzustände und langandauernde persönliche Probleme und Krisen können zu psychosomatischen Erkrankungen führen.
 
Chronische Anspannung, Angst, Hilflosigkeits- und Einsamkeitsgefühle führen zu einer Schwächung unserer körpereigenen Selbstheilungskräfte.
Andererseits können auch chronische Erkrankungen, Schmerzen oder Unfälle zu psychischen Beschwerden infolge führen (= somato-psychische Erkrankungen). Die Schwere des Ereignisses ist dabei nicht ausschlaggebend - wichtig ist, wie sehr der Einzelne subjektiv in seinem Wohlbefinden beeinträchtigt ist.
 
Häufig können Betroffene einfach nicht glauben, dass ihre körperlichen Beschwerden von der Psyche herrühren, da sich diese doch deutlich im Körper zeigen und man doch subjektiv gar keine seelischen „Probleme“ hat.
Sie gehen von einem Arzt zum anderen, um endlich eine "richtige Krankheit" bzw. eine organische Ursache für ihre körperlichen Beschwerden zu finden. Eine körperliche Erkrankung ist für sie „greifbarer“, und anderen gegenüber besser „erklärbar“ (legitimierbar).
 
Gerade bei Angststörungen wie etwa einer Herzneurose, Platzangst oder einer generalisierten Angststörung, die von massiven körperlichen Beschwerden begleitet werden, haben die Patienten meist eine jahrelange Odyssee hinter sich (von Arzt zu Arzt, von der Diagnose "ohne Befund" zur Diagnose "organisch ist alles in Ordnung").
 
Akzeptieren die Betroffenen, dass sich hinter ihren körperlichen Beschwerden psychische Probleme wie z.B. Ängste, Depressionen, Überforderung, Unterforderung, Stress, eine persönliche Krise, unbewältigte Trauer, Wut oder Mobbing verbergen, können sie die körperlichen Beschwerden überwinden, indem sie lernen, ihre seelischen Probleme zu bewältigen.
 
Wenn es der Seele gutgeht, geht es auch dem Körper gut. Der Körper ist mit gesunder Seele einfach stabiler, vitaler. Aber auch anders herum, geht es der Seele viel besser, wenn man achtsam mit dem Körper umgeht.
 
"Somatoforme Störungen" ist eine Diagnose, die in der Bevölkerung bisher kaum bekannt ist. Andere Bezeichnungen, die dieses Störungsbild umschreiben, sind z.B. "funktionelle Beschwerden", "psychovegetative Dystonie oder kurz vegetative Dystonie", "Reizdarmsyndrom", "chronisches Erschöpfungssyndrom" (CFS – Chronic fatigue syndrome), "funktionelle Rückenschmerzen" oder auch "Fibromyalgie".
 
 
Psychosomatische Erkrankungen
 
Am Anfang jeglicher unklarer körperlicher Beschwerden sollte eine ärztliche Untersuchung stehen, um organische Erkrankungen bzw. Ursachen auszuschließen. Erst, wenn keine organischen Erkrankungen diagnostizierten werden können, kann sich hinter den Beschwerden eine psychosomatische Erkrankung verstecken (die Seele macht sich also über den Körper bemerkbar, wenn man längere Zeit seelische Konflikte verdrängt).
 
Einige der häufigsten psychosomatischen Beschwerden sind z.B.:
 
Herz-Neurose  - Wenn das Herz bis zum Hals schlägt
 
Wie sehr das Herz auf Gefühle, Stress und Ängste reagiert, hat bestimmt jeder schon einmal an sich selbst beobachtet. Bei durchschnittlich 20 Prozent der Patienten mit Herzbeschwerden können organische Ursachen ausgeschlossen werden, es liegen somatoforme Herzbeschwerden vor - die Angst, eine Herzkrankheit zu haben oder einen Herzinfarkt zu erleiden.
 
Häufige Ursachen für Herz-Angst-Neurosen sind Stress, heftige Emotionen wie Wut oder Angst, nicht verarbeitete Konflikte oder beispielsweise der Herztod eines Bekannten oder Verwandten. Doch auch wenn der Arzt seinem Patienten versichern kann, dass keine organische Krankheit vorliegt, hören bei Herzphobikern die Symptome nicht einfach auf.
 
Stress kann zum Hörsturz und Tinnitus führen – dauerhafter Tinnitus kann zu Depressionen führen
 
Für Tinnitus gibt es viele Ursachen. Das können Erkrankungen des Gehörgangs, des Mittelohrs oder des Innenohrs sein, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Multiple Sklerose oder die Einnahme bestimmter Medikamente, um nur einige zu nennen. Doch die weitaus häufigsten Ursachen für Ohrgeräusche sind Lärm und vor allem Stress. In vielen Fällen entsteht ein Tinnitus in Folge eines Hörsturzes.

 
Reizdarm - Schwer zu verdauen
 
Er ist nicht gefährlich, aber ausgesprochen lästig. Verstopfungen, Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen machen früher oder später jedem einmal zu schaffen. Doch wenn die Beschwerden über mehrere Monate anhalten, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Funktion des Verdauungstrakts gestört ist.
Die genaue Ursache für das Reizdarm-Syndrom ist bis heute nicht bekannt. Sicher ist aber, dass die Entwicklung dieses Syndroms durch bestimmte Umstände gefördert wird, beispielsweise durch Stress, psychische Konflikte, falsche Ernährung, Medikamente, Störungen der Immunabwehr. Möglich ist auch, dass eine andere Erkrankung vorausgegangen ist, z. B. eine Allergie, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Antibiotikatherapie oder eine bakterielle Darminfektion.

 

Dauerschmerzen (seit mehr als 6 Monaten)
 
Solche Schmerzen können den ganzen Körper betreffen, besonders häufig sind Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen.
Bei Schmerzen, die keine erkennbare organische Ursache haben, sondern durch eine seelische Belastung ausgelöst werden, kommt es oft zu einem Teufelskreis. Der Schmerz selbst kann wiederum psychische Probleme nach sich ziehen.

 
Schmerz in jeder Muskelfaser – Fibromyalgie 

 
Vermutlich sind es mehrere Faktoren, die die Erkrankung begünstigen: psychische und/oder körperliche Überlastung, Stress und kritische Lebensereignisse. Die Beschwerden werden meist bei nassem und kaltem Wetter schlimmer. Eine Heilung gibt es derzeit noch nicht. Doch durch die Kombination mehrerer Therapien können die Patienten ihre Beschwerden zumindest lindern.

Schwankschwindel  (bei Panikattacken, Ängsten) "Kein fester Boden unter den Füßen"

 
Der Schwindelanfall kommt ohne Vorwarnung, der Gang wird unsicher, beim Stehen beginnt der Körper plötzlich zu schwanken.
 

Achtung: Bei allen körperlichen Beschwerden, sollten zunächst immer Organische Ursachen ausgeschlossen werden. Ergeben die ärztlichen Untersuchungen keinen krankhaften Befund, kann psychosozialer Stress die Ursache sein.
 
Aber auch Asthma, Allergien, Neurodermitis, Schlafstörungen, Erschöpfungssyndrome, Adipositas (schweres Übergewicht), Magersucht, Rauchen können mögliche psychosomatische Erscheinungen sein.

 

Ganzheitliche Therapie 

 
Eine Psychotherapie kann Ihnen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen und verstärkende, unbewusste Denkmuster und Einstellungen einer bewussten Verarbeitung und damit einer möglichen Problemlösung zugänglich zu machen. Zumeist steckt hinter den Beschwerden viel mehr, als man anfangs angenommen hat. Haben Sie z. B. aus Wunsch nach Harmonie immer alle Probleme herunter geschluckt oder versucht, sich selbst die Schuld zu geben oder es immer allen anderen recht zu machen? Fällt es Ihnen schwer, Konflikte auszutragen, ihre Emotionen heraus zu lassen? Eine ganzheitliche Therapie kann Ihnen helfen, neue Wege zu gehen und eine neue Sichtweise zu entwickeln.

 
Ziele der Therapie: 

 

  • Stressauslöser erkennen, vermeiden, bewältigen
  • Grnezen wahrnehmen und setzen
  • dysfunktionale Beziehungsmuster loslassen
  • Ärger nicht hinunter schlucken, sondern konstruktive Konfliktlösungen erreichen
  • Achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper
  • ein positives Selbstwertgefühl entwickeln
  • eine bessere Selbstwahrnehmung erlangen
  • einen besseren Zugang zu den eigenen Gefühlen bekommen
  • mit belastenden Emotionen (Angst, Wut, Traurigkeit) besser umgehen können
  • Positives Denken erlernen
  • Entspannung und Lebensfreude entdecken bzw. wieder-erlernen

 
Hilfreiche Therapiemethoden:
 

  • Psychotherapie / Gesprächstherapie
  • Systemaufstellung / Familienaufstellung
  • Imaginationstherapie
  • Progressive Muskelentspannung
  • Autogenes Training
  • Tiefenentspannung
  • Heilhypnose / Hypnosetherapie
  • Akupunktur
  • Homöopathie
© Jutta Nagel 22.02.2012