Fructoseintoleranz
Fructoseintoleranz bedeutet eine Unverträglichkeit des Kohlenhydrats Fruchtzucker, d.h. der Fruchtzucker wird nicht bzw. nur unvollständig abgebaut. Intoleranz heißt, dass eine gewisse Menge (bei jedem individuell verschieden) vertragen wird und erst ab einer indivduellen Menge Beschwerden bereitet.
Bei der häufigeren Form (Fructosemalabsorbtion = erworbene Fructoseintoleranz) wird auf Grund des defekten Transportsystems der Fruchtzucker im Dünndarm nicht ausreichend verdaut. Der unverdaute Fruchtzucker macht dann im Dickdarm die Probleme.
Bei der viel selteneren vererbten Form der Fructoseintoleranz handelt es sich um eine Störung des Fructosestoffwechsels.
Etwa 30% der europäischen Bevölkerung bauen Fruchtzucker unvollständig ab. Allerdings kommt es nicht bei allen zu Problemen.
Häufige Symptome
- Blähbauch
- Durchfall/Verstopfung
- Völlegefühl
- Übelkeit
- Schmerzen / Krämpfe
- häufiger Harndrang
- Reizdarm
- Erschöpfung
- Nervosität und Unruhe bis hin zu depressiven Verstimmungen
Das seelische Wohlbefinden ist meist stark beeinträchtigt
Patienten mit Fructose-Malabsorption leiden häufig unter seelischen Störungen. Grund dafür ist ein unausgeglichener Serotonin-Haushalt, welcher wiederum auf einen Mangel an Tryptophan zurückzuführen ist. Diese Aminosäure wird für die Bildung des „Glückshormons“ Serotonin dringend benötigt.
Eine gesunde Darmflora produziert unter anderem Vitamine der B-Gruppe, die unter dem Begriff Folsäure zusammengefasst werden. Diese Stoffe wirken bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit, sie unterstützen verschiedene Stoffwechselvorgänge und dienen der Gesunderhaltung des Herz-Kreislauf-Systems.
Wie erfolgt die Diagnose?
Wenn Sie unter den oben genannten Symptomen leiden, sollten Sie auf jeden Fall zu einem Arzt gehen und sich genauer auf eine Fruktosemalabsorption untersuchen lassen. Es ist nicht sinnvoll sich, ohne eine gesicherte Diagnose, fructosearm zu ernähren, da Sie sich so das Leben unnötig schwer machen und zum anderen auf gesunde Lebensmittel (wie z.B. Obst) unnötig verzichten.
Eine Fruktosemalabsorption kann durch folgende Testmethoden bei dem Arzt Ihres Vertrauens diagnostiziert werden.
Wasserstoffatemtest (H2-Atemtest)
Der Patient muss nüchtern zu diesem Test erscheinen. Als erstes wird die Wasserstoffkonzentration in seiner Ausatemluft bestimmt (nüchtern). Danach muss der Patient eine wässrige Lösung mit Fruktose (ca. 25 g Fruktose in 250 ml Wasser) trinken. Danach werden insgesamt über 2 Stunden hinweg Atemproben abgegeben und die Menge des darin enthaltenen Wasserstoffes bestimmt. Steigt die Wasserstoffkonzentration der Ausatemluft um 20 ppm im Vergleich zum Ausgangswert spricht man vom Vorliegen einer Fruktosemalabsorption.
Vor der Testdurchführung bitte beachten: Dieser Test ist nur aussagekräftig, wenn
in den letzten vier Wochen keine Antibiotika zugeführt wurden
in den letzten vier Wochen keine Darmspülung durchgeführt wurde
in den letzten vier Wochen keine Enteroskopie gemacht wurde
Spätestens 6 Stunden vor Testbeginn das Fasten begonnen wurde.
Auch Kaugummis sind in dieser Zeit und während des Tests verboten.
Spätestens 30 min vor Testbeginn die letzte Zigarette geraucht und auf körperliche Anstrengung verzichtet wurde
Fruktoseintoleranztest
Patient muss eine Fruktoselösung trinken. Stündlich wird der Blutzucker gemessen. Beim gesunden Menschen müsste es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels kommen. Liegt eine Fruktoseintoleranz vor steigt der Blutzuckerspiegel gar nicht oder weniger hoch als beim Gesunden.
Wie erfolgt die Behandlung
In meiner Praxis haben sich eine individuelle, ganzheitliche Therapie mit bewährten Naturheilverfahren (u. a. Symbioselenkung, Homöopathie, Ernährungsumstellung, Eigenbluttherapie) bewährt.

