Naturheilpraxis Jutta Nagel

Naturheilpraxis

Jutta Nagel

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Naturheilpraxis Jutta Nagel

Fructoseintoleranz

Wie äußert sich eine Fructoseintoleranz?
Ist es Ihnen auch schon öfter so gegangen: Sie essen ein Stück Obst oder trinken einen Fruchtsaft, verzehren einen Kuchen oder ein Eis, und nach kurzer Zeit werden Sie von heftigen Beschwerden geplagt. Sie haben Völlegefühl und Blähungen, der Bauch ist aufgetrieben, es kann auch zu krampfartigen Schmerzen des Bauches kommen und eventuell kommt es zu dünnem, wässrigen Stuhl.
 
Was ist eine Fructoseintoleranz?
Fructose (Fruchtzucker) ist ein Monosaccharid (Einfachzucker). Fructose wird üblicherweise nur langsam im Darm aufgenommen. Bei einigen Menschen (etwa 2-5 % der Bevölkerung) geschieht dies noch langsamer, weshalb sie bereits bei relativ geringen Mengen Beschwerden bekommen. Es handelt sich dabei nicht um eine Allergie.
Fruchtzuckerunverträglichkeit oder Fructoseintoleranz ist eine Störung des Fructosestoffwechsels. Bekannt sind drei verschiedene Abbaustörungen, die entstehen, weil bestimmte Enzyme nicht richtig funktionieren:
 
•  Fructosurie / Fructosämie
•  Intestinale Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption
•  Hereditäre Fructoseintoleranz (HFI)
 
Fructosurie / Fructosämie
Funktioniert das Enzym Fructokinase nicht richtig oder besteht ein Mangel an Fructokinase, so kommt es zu einer Anhäufung von Fructose im Blut, der Fructosämie. Infolge der Filterprozesse in der Niere wird Fructose mit dem Harn ausgeschieden. Man spricht dann von einer Fructosurie. Diese Störung ist normalerweise nicht behandlungsbedürftig. Meistens wird sie nur zufällig festgestellt.
 
Intestinale Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption
Bei der intestinalen Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption ist der Glucosetransporter GLUT 5 gestört. Der Glucosetransporter transportiert vorwiegend Fruktose aus dem Darmlumen in die Darmzellen. Ist das Enzym gestört, so kann Fructose nur unzureichend durch den Dünndarm  aufgenommen werden. Die Verminderung der Transportkapazität kann erworben oder angeboren sein. Die erworbene Störung  kann durch chronische Belastungen z. B. durch
 
•  langfristige falsche Ernährung,
•  Umweltbelastungen und -gifte,
•  Dauerstress,
•  langfristige Einnahme von Medikamenten
 
verursacht werden.
 
Die restliche Fructose bleibt im Darm und wird später im Dickdarm mit Hilfe von Bakterien abgebaut. Die Folge sind vermehrte Gasbildung bzw. Blähungen, Darmgeräusche, wässrige Durchfälle, Verstopfung, Reizdarmsyndrom und evt. kolikartige Schmerzen. Die Fructosemalabsorption (unzureichende Aufnahme) kann vorübergehend, als auch lebenslang zu Beschwerden führen.
 
Hereditäre Fructoseintoleranz (HFI)
Die Hereditäre Fructoseintoleranz ist eine seltene, vererbte Störung des Fruchtzuckerstoffwechsels. Durch einen genetischen Defekt besteht bei den Betroffenen ein Mangel bzw. ein Aktivitätsverlust des Enzyms Fructose-1-Phosphat-Aldolase B. Die ersten Symptome treten meistens in den ersten Lebensmonaten auf, wenn ein Säugling durch zufüttern von Beikost zuerst mit fructosehaltiger Nahrung Kontakt erhält, z. B. Früchte, Gemüse, Säfte, Honig. Die Symptome bestehen in Magendarmstörungen und den Folgen einer Unterzuckerung, u.a. Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Schwitzen, Blässe, Lethargie, Krampfanfälle. Wird weiterhin fructosehaltige Nahrung aufgenommen, können schwere Leber- und Nierenschädigungen auftreten.
 
Wie wird die Fructoseintoleranz diagnostiziert?
Wenn aufgrund der klinischen Symptomatik ein begründeter Verdacht besteht, so kann der Arzt einen Fructoseintoleranz -Test veranlassen. Dabei handelt es sich um einen Provokationstest, bei dem morgens anstelle des Frühstückes eine größere Menge Fructose (30g oder mehr) in einem Glas Wasser verabreicht wird. Dann wird stündlich der Blutzucker gemessen. Normalerweise kommt es nach der Fructosezufuhr zu einem Anstieg des Blutzuckers. Ist dies jedoch nicht in ausreichendem Maße der Fall, so besteht der Verdacht auf eine Fructoseintoleranz. Dieser Verdacht wird erhärtet, wenn nach der Fructose die bekannten Symptome (z.B. Blähungen, Durchfall) in starkem Maße auftreten.  
Etwas aufwändiger, aber noch genauer ist der Wasserstoffatemtest. Diese Atemprobe wird auf die Konzentration an Wasserstoff überprüft. Normalerweise wird die Fructose bereits in den oberen Darmabschnitten vom Darm aufgenommen. Bei einer Fructoseintoleranz ist dies natürlich nicht der Fall. Die Fructose gelangt in tiefere Darmabschnitte, wo sie von bestimmten Bakterien verstoffwechselt wird. Diese produzieren dabei – als Abgase – Wasserstoff. Der Wasserstoff wird von der Darmschleimhaut aufgenommen und verteilt sich im Körper. Ein Teil davon wird in der Lunge ausgeatmet und kann gemessen werden. Wenn eine bestimmte Wasserstoffschwelle in der Atemluft überschritten wird, gilt die Fructoseintoleranz als gesichert.
 
Für ausführliche Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

© Jutta Nagel 16.03.2010